
Stärken und Vorteile
Wirtschaftlichkeit
Der Betrieb eines Mephisto BHKW hat nicht nur Vorteile für die Umwelt, sondern auch klare wirtschaftliche Vorteile für den Betreiber.
Bei optimaler Auslegung hat sich ein Mephisto BHKW nach etwa zwei bis sechs Jahren amortisiert.
Wirtschaftlichkeitsanalyse und Auslegung eines BHKW
Mephisto BHKW sind eine interessante und wirtschaftliche Alternative zur konventionellen Gebäudeheizung. Vor einer aufwendigen Planung sollte zunächst überschlägig ermittelt werden, ob im Objekt ein BHKW wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden kann.
Um die Wirtschaftlichkeit eines BHKW zu prüfen, nutzen wir unser selbstentwickeltes, Excel-basiertes Programm: KWK-Plan.
Wenn Sie selbst die Wirtschaftlichkeit eines BHKW prüfen möchten, können Sie sich das KWK-Plan Programm herunterladen. Hierzu ist Ihre Anmeldung erforderlich, Näheres erfahren Sie direkt im Login-Bereich.
Ansonsten fertigen wir Ihnen gerne unverbindlich eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung an. Wir benötigen hierzu von Ihnen Angaben zu den Verbräuchen des Gebäudes, am Einfachsten in Form der Strom– und Gas–Jahresabschlussrechnungen Ihrer Energieversorger. Bei Neubauten benötigen wir Angaben zum geplanten Gebäude (m² beheizte Fläche, Personenanzahl u.a.) und wenn vorhanden, den Wärmebedarf laut EnEV.
Bei der Auslegung und Wirtschaftlichkeitsanalyse eines BHKW sind im Wesentlichen folgende Punkte von Bedeutung:
Der thermische Bedarf ist ausschlaggebend
Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb eines BHKW ist ein ausreichend hoher Wärmebedarf des Gebäudes. Ein BHKW verringert die Betriebskosten im Wesentlichen durch preiswert erzeugte elektrische Energie, die aber nur dann wirtschaftlich erzeugt werden kann, wenn gleichzeitig die Abwärme sinnvoll genutzt wird. Daher ist das BHKW unter Berücksichtigung des thermischen Bedarfs des Gebäudes auszulegen.
Ein wirtschaftlicher Betrieb von Mephisto BHKW ist in Objekten mit einem Jahresheizenergieverbrauch ab ca. 150.000 kWh möglich, was je nach Bausubstanz einer beheizten Fläche ab etwa 1.500 m² Fläche entspricht.
BHKW auf die Wärme-Grundlast auslegen
In der Regel wird das BHKW auf die Wärme-Grundlast und nicht auf die Wärme-Spitzenlast ausgelegt. Die Wärme-Grundlast ergibt sich aus dem durchschnittlichen Bedarf an Warmwasser und Heizwasser. Die Wärme-Spitzenlast, wird nur an wenigen Tagen im Jahr benötigt, etwa bei sehr niedrigen Außentemperaturen und entsprechend hohem Heizbedarf.
Um die Wärme-Spitzenlast abzudecken kommt parallel zum BHKW ein konventioneller Heizkessel zum Einsatz. Ein auf die Wärme-Spitzenlast ausgelegtes BHKW wäre zu groß dimensioniert und die entsprechenden Investitionskosten stünden in einem schlechten Verhältnis zum Nutzen.
Warmwasserbedarf?
Ist kein oder nur ein sehr geringer Warmwasserwärmebedarf vorhanden, ist davon auszugehen, dass das BHKW im Sommer fast nicht läuft. Trotzdem kann sich eine gute Wirtschaftlichkeit ergeben, das BHKW sollte aber kleiner ausgelegt werden.
Wenn die Warmwasserbereitung für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung berücksichtigt werden soll, dann muss es von der Wärme des BHKW aufgeheizt werden, also entweder zentral im Heizraum oder dezentral über Wärmetauscher aus dem Heizungssystem.
Hohe Volllastbetriebszeit anstreben
Aus der thermischen Auslegung resultiert die zu erwartende Volllastbetriebszeit des BHKW pro Jahr. Für eine Amortisationszeit zwischen 4 und 6 Jahren sollte die Volllastbetriebszeit größer als 5.000 h im Jahr sein. Bei längeren Laufzeiten des BHKW werden durchaus Amortisationszeiten von 2 bis 3 Jahren erreicht.
Die anspruchsvollste Aufgabe besteht darin, die Volllastbetriebsstunden abzuschätzen. Im Wohnbereich kann man ungefähr davon ausgehen, dass das BHKW mindestens 5.000 Stunden im Jahr läuft, wenn es auf maximal ein Drittel der Spitzenleistung nach Wärmebedarfsrechnung ausgelegt wird.
Die Spitzenleistung Pthmax kann aus der gesamten benötigten thermischen Energie pro Jahr Wthges ausgerechnet werden. Die Spitzenleistung ergibt sich recht genau nach der Formel Pthmax = 4 Χ Wthges /8760 h.
Stromkosten betrachten
Ein weiterer wesentlicher Punkt sind die Kosten für den Strombezug vom Energieversorger (gegen diese Kosten werden die Kosten des vom BHKW produzierten Stroms gerechnet) und die Vergütung des eingespeisten Stroms durch den Energieversorger.
Der vom BHKW erzeugte Strom ist meist deutlich günstiger als der vom Energieversorger bezogene Strom, daher ist es in der Regel wirtschaftlicher, den vom BHKW erzeugten Strom selbst zu verbrauchen und nur den nicht benötigten BHKW-Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen.
Die Einspeisevergütung ist von EVU zu EVU sehr unterschiedlich. Häufig liegt diese so niedrig, dass mit den Erlösen aus der Stromeinspeisung zwar die Betriebskosten des BHKW gedeckt werden, die Investition aber nicht bezahlt werden kann. Der Stromverbrauch im Objekt geht also ebenfalls in die Wirtschaftlichkeitsrechnung ein.
Ein Hinweis: Sie sollten vor der Inbetriebnahme des BHKW mit dem Energieversorger vertraglich festlegen, mit welcher Summe er den eingespeisten BHKW-Strom vergütet. Kommt keine Regelung zustande, gilt der durchschnittliche Preis für Grundlaststrom als vereinbart. Dieser wird je Quartal an der Strombörse EEX ermittelt.
Die Wartungskosten nicht vergessen
Ein BHKW muss regelmäßig gewartet werden. Wir bieten Vollwartungsverträge über die Lebensdauer (80.000 Betriebsstunden bzw. 15 Jahre) der MEPHISTO BHKW an, mit denen alle Arbeiten und Ersatzteile abgedeckt sind, die zum optimalen BHKW-Betrieb nötig sind.
Die Wartungskosten werden in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mit KWK-Plan natürlich berücksichtigt.
Wirkungsgrade und Gasbezugskosten beachten
Weiterhin sind der elektrische und thermische Wirkungsgrad des BHKW und die Gasbezugskosten zu berücksichtigen. Mit den Wirkungsgraden muss nicht direkt gerechnet werden; sie gehen in Form von elektrischer-, thermischer– und Gas-Leistung ein. Aus diesen Werten wird die jährliche Betriebskosteneinsparung des BHKW gegenüber der konventionellen Energienutzung errechnet.
Die Amortisationszeit
Die Amortisationszeit ergibt sich aus der Gegenrechnung der jährlichen Betriebskosteneinsparung gegen die Investition in das BHKW, also Modulkosten und Zubehör, Lieferung, Aufstellung und Einbindung, Inbetriebnahme und Wartungskosten.
Vergütung laut KWK-Gesetz — KWK-Bonus
Nach der Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetzes (KWK-Gesetz), die seit dem 01. Januar 2009 gilt, wird der gesamte von Mephisto erzeugte Strom mit dem sogenannten „KWK-Bonus“ vergütet. Für jede eingespeiste oder selbstverbrauchte kWh Strom bekommt der Betreiber 10 Jahre lang einen Zuschlag von 5,11 ct.
Für den selbsterzeugten Strom, den Sie nicht selbst verbrauchen, sondern in ein öffentliches Netz einspeisen, erhalten Sie zusätzliche Beträge:
Üblicher Preis
Neben dem KWK-Bonus erhalten Sie eine Vergütung für den in das öffentliche Netz eingespeisten Strom. Die Höhe der Einspeisevergütung müssen Sie mit dem Netzbetreiber vereinbaren. Wenn keine Vereinbarung zustande kommt, gilt der durchschnittliche Preis für Grundlaststrom des jeweils vorangegangenen Quartals, der an der Strombörse EEX in Leipzig ermittelt wird. Im Schnitt können Sie mit cirka 8,0 Cent je kW Strom rechnen.
Vermiedene Netznutzungskosten
Selbstproduzierter BHKW-Strom wird in der Regel ortsnah verbraucht und entlastet das Verteilnetz. Die dadurch vermiedenen Kosten werden vergütet. Der Betrag schwankt je nach Energieversorger und liegt im Schnitt bei etwa 0,75 Cent.
Energiesteuer
Die Energiesteuer auf das im BHKW genutzte Erdgas wird rückwirkend erstattet, wenn das BHKW einen Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 % hat.
Stromsteuer
Der selbsterzeugte Strom ist von der Stromsteuer befreit (2,05 Cent pro kWh).
